
Mit dem Gravelbike durch sieben Länder
Bartholomä - Monaco
828 Kilometer, 6.469 Höhenmeter, 44 Stunden Fahrzeit und sieben Länder in fünf Tagen
Die Strecke führte von Bartholomä über die Alpen bis ans Mittelmeer und bot neben landschaftlichen Höhepunkten auch einige unerwartete Herausforderungen.
Tag 1: Von Bartholomä bis in die Ostschweiz
Am 22. Mai startete das Vater-Sohn-Duo Otto und Leo in Bartholomä und fuhr über Ulm, Leutkirch und Bregenz bis nach Altstätten in der Schweiz. Die erste Etappe diente vor allem dazu, Kilometer zu sammeln, das Gesäß einzufahren und uns auf die kommenden Alpenüberquerungen einzustimmen. Nach rund 185 Kilometern und etwa 1.200 Höhenmetern erreichten wir unser Tagesziel an einem Baggersee, wo wir unser Zelt aufschlugen.
Tag 2: Über Liechtenstein zum Splügenpass
Von Altstätten führte die Route über Schaan und Vaduz durch Liechtenstein nach Chur. Anschließend stand mit dem Splügenpass einer der Höhepunkte der Tour auf dem Programm. Die lange Auffahrt und die beeindruckende Alpenkulisse machten diese Etappe zu einem besonderen Erlebnis. Leider brach kurz vor dem Pass die Fahrradkette von Leo, weshalb er die letzten 5 km das bepackte Gravelbike schieben musste. Nach 133 Kilometern und 2.381 Höhenmetern erreichten wir Italien und beendeten die anspruchsvollste Bergetappe der Reise. Die Belohnung war eine Übernachtung inmitten der atemberaubenden Bergkulisse.
Tag 3: Seenlandschaft und Technikprobleme
Die dritte Etappe führte von der Region Splügen über Madesimo und Prata Camportaccio bis nach Lecco am Comer See. Die Talfahrt war zunächst ohne Kette und die Reparatur war unter anderem aufgrund des Sonntags eine Herausforderung. Etwas später wurde die Weiterfahrt durch einen größeren Defekt am Schaltwerk zu einer Geduldsprobe. Die selbstständig durchgeführten Reparaturen nahmen rund drei Stunden in Anspruch, was den Zeitplan komplett über den Haufen geworfen hat. Dank Improvisationstalent und etwas technischem Geschick konnte die Fahrt schließlich fortgesetzt werden. Trotz der ungeplanten Stopps erreichten wir nach 122 Kilometern einen Campingplatz am Comer See.
Tag 4: Durch die Lombardei
Von Lecco ging es entlang des Comer Sees über Monza, Mailand und Pavia nach Voltaggio. Die Etappe war weniger von Bergen geprägt, dafür standen lange Strecken durch die dicht besiedelte Lombardei auf dem Programm, was die durchschnittliche Geschwindigkeit nach unten trieb. Nach letztendlich 178 Kilometern konnten wir die Beine für den letzten Tourtag noch einmal lockern und uns auf das Mittelmeer freuen.
Tag 5: Vom Apennin bis nach Monaco
Die Schlussetappe führte über den Passo della Bocchetta zunächst nach Genua. Dort begrüßte uns erstmals das Mittelmeer. Entlang der ligurischen Küste ging es anschließend über Savona und Sanremo nach Menton in Frankreich und schließlich weiter nach Monaco. Nach 210 Kilometern und 1.673 Höhenmetern erreichten wir um ca. 21:30 Uhr unser Ziel und konnten die erfolgreiche Tour feiern.
Sieben Länder in fünf Tagen
• Österreich
• Schweiz
• Liechtenstein
• Italien
• Frankreich
• Monaco
Fazit
Die Tour nach Monaco war eine perfekte Mischung aus sportlicher Herausforderung und beeindruckenden Landschaften. Besonders die Alpenüberquerung und die gemeinsam gemeisterten technischen Probleme werden uns lange in Erinnerung bleiben. Am Ende standen 828 Kilometer, fast 6.500 Höhenmeter und unzählige Eindrücke auf dem Tacho. Ein Abenteuer, das einmal mehr gezeigt hat, was mit guter Vorbereitung, Teamgeist und etwas Ausdauer möglich ist.
Tourdaten
• Höhenmeter: 6.469 m
• Fahrzeit: 44:04 Stunden
• Länder: 7
• Etappen: 5
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